Samstag, 2. Juli 2011

Die Mutter (Festa)

Die Mutter (Festa)

Nach dem Tod ihrer Tochter will sie nur eins, ihren Mörder finden. Doch die einzigen Hinweise die sie hat, sind: dass der Täter ein Tattoo hat auf dem "Stirb Mutter" steht, und das er ihre Tochter auf dem Highway als Anhalterin mitgenommen hat. Also macht sie sich auf zum "Hume-2 (wie der Highway genannt wird) und hält ein Auto nach dem anderen an. Bei jeder neuen Mitfahrgelegenheit schlüpft sie in eine andere Rolle, bis sie eines Tages selber nicht mehr weiß wer sie eigentlich ist. Sie macht Bekanntschaft mit den fiesesten Gestalten und muss mehr als einmal vor dem Erreichen des Fahrtziels flüchten um lebend aus der Sache rauszukommen. Aber sie gibt nicht auf, sie muss ihn einfach finden, das ist sie Rebecca schuldig ...

"Die Mutter" von Brett McBean, ist ein großartiges Buch. Einerseits sehr traurig und berührend und auf der anderen Seite brutal und eiskalt. Mir gefällt wie man von Geschichte zu Geschichte mehr über sie erfährt. Man ist immer wieder gespannt darauf was sie als nächstes über sich erzählt und was ihr Gegenüber zu erzählen hat. Und vor allem ob sie heil aus ihrer aktuellen Mitfahrgelegenheit raus kommt. Außerdem finde ich ihre Verwandlung sehr bewegend. Wie sie immer mehr in ihren Rollen aufgeht und dabei ihr wahres ich immer weiter verdrängt, bis sie sich an nichts mehr zu erinnern scheint. Ihr eigenes Leben ist ihr schon lange egal, dass war es auch schon bevor Rebecca zur Welt kam. Aber durch die Schwangerschaft hatte sie wieder einen Grund zum Leben oder vielmehr Überleben und Kämpfen gefunden. Es gab wieder eine Aufgabe in ihrem nutzlosen Leben. Sie durfte/musste sich um jemanden kümmern, um ihr Kind. Als sie dies nun nicht schaffte und ihre Tochter sterben musste weil sie sie nicht schützen konnte, bricht ihre Welt erneut zusammen. Sie ist wieder nutzlos. Das Einzige was sie nun noch zu tun hat, ist den Kerl zu finden der Ihr und ihrer geliebten Tochter das angetan hat. Dann ist ihr Leben vorbei.
Diese Geschichte hat mich so sehr gefesselt, das ich es kaum geschafft habe das Buch aus der Hand zulegen. Es liest sich wahnsinnig gut und mir gefällt auch wie es aufgeteilt ist. Und das zwischendrin immer wieder Teile des von der Mutter geschriebenen Briefes auftauchen. Das Buch ist gleichermaßen gut geschrieben als auch sehr interessant. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Werk von Herrn McBean.

9,1 von 10 Truckermützen

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