Donnerstag, 12. April 2012

Mouse Guard - Legenden der Wächter (Cross Cult)

Mouse Guard - Legenden der Wächter (Cross Cult)

Im June Alley Inn sitzt ein Haufen mutiger, abenteuerlustiger Mäuse beisammen. Dort ist alles vertreten, von der Bauernmaus über den Dichter bishin zur Wachmaus. Und neben ihren erlebten Abenteuern haben sie alle eins gemeinsam, eine offene Rechnung bei June, der Wirtin dieses kleinen gemütlichen Gasthauses. Und da gerade so eine nette Runde zusammen sitzt, hat June eine Idee. Jeder von ihnen soll ihr eine Geschichte erzählen die sowohl Wahrheit als auch Lüge enthält, aber sie darf sie vorher noch nie gehört haben. Wer die beste Geschichte erzählt bekommt seine Schuld erlassen, alle anderen haben binnen einer Woche ihre Rechnung zu begleichen. Mit dem Vorschlag sind alle Mäuse einverstanden und so erzählt einer nach dem anderen die beste Geschichte die er zu bieten hat.

Diesmal halte ich eine ganz besondere Mouse Guard Ausgabe in den Händen. Natürlich war/bin ich sehr gespannt darauf wie es bei den Wachmäusen weitergeht, aber da muss ich mich noch ein wenig gedulden. Spannend geht es mit den Legenden der Wächter aber auch zu. Hier gibt es eine tolle Sammlung mit Kurzgeschichten von Zeichnern und Autoren die man teilweise schon von den Pin Up's aus den beiden Mouse Guard Bänden "Herbst 1152" und "Winter 1152" kennt. David Petersen war so begeistert von den Bildern das er ihren Erschaffern gerne mehr Raum im Mouse Guard Universum bieten wollte. So hat er die besten der Besten zusammen getrommelt und sie gebeten sich in Bild und Wort kreativ auszutoben. Herausgekommen ist etwas ganz großartiges.

Die Kurzgeschichten, welche allesamt die von den Mäusen erzählten Abenteuer darstellen, fügen sich wunderbar in die Gasthausgeschichte von David Petersen ein, die den Rahmen des Ganzen bildet. Die Erzählungen sind genauso bunt und abwechslungsreich wie die Zeichnungen. Diese haben vom Stil herzwar nur selten Ähnlichkeit mit den Mäusen die wir kennen, können aber dennoch unterhalten und das ein oder andere Malschwingt auch die gleiche epische Stimmung mit wie im Original. "Der Kampf zwischen des Habichts Maus und des Fuchses Maus" von Jeremy Bastian, hat mich optisch richtig umgehauen. Die Zeichnungen sehen aus als wären sie auf Pergamentpapier gezeichnet und erinnern mich ein wenig an die Blaupausen aus dem Architekturbüro meines Papas früher. Richtig klasse, auch von der Story her.

"Potential" von Alex Kain und Sean Rubin, war für mich auch ein Highlight. Dort gefielen mir auch sowohl die Zeichnungen als auch die Geschichte. Generell ist es aber schwer zu sagen welche Geschichte die Beste war, da sie alle so unterschiedlich sind. Ich finde die Idee einer Kurzgeschichtensammlung ganz toll und fänd es spannend wenn es nochmal etwas in der Art gegen würde.
Neben den von mir bereits erwähnten Künstlern sind noch Ted Naifeh, Alex Sheikman, Terry Moore, Gene Ha, Lowell Francis, Jason Shawn Alexander, Nate Pride, Katie Cook, Guy Davis, Karl Kerschl, Craig Rosseau, Mark Smylie und Joao M. P. Lemos dabei.

Außerdem gibt es noch ein paar Zeichnungen von David Petersen, eine Auflistung aller Charaktere im June Alley Inn und eine Skizze des Gasthauses.
Mir hat es sehr gefallen.

8,9 von 10 Mäusen die Fuchs heißen

1 Kommentar:

  1. Tolle Anthologie, nur von Guy Davis bin ich enttäuscht, der kann eigentlich mehr.

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