Sonntag, 27. Mai 2012

Liefi - Ein Huhn in der Wildnis (2011) [Ascot Elite]

Liefi - Ein Huhn in der Wildnis (2011) [Ascot Elite]

Die Henne Liefi (kleines Blatt) fristet ihr Dasein in einer Legebatterie. Jeden Morgen kommt ihr Freund Tschirpi , ein kleiner Vogel, zum gemeinsamen Frühstücken vorbei. Und eines Tages klagt sie ihm ihr Lied. Sie will frei sein und endlich raus aus ihrem Gefängnis. 3 Tage lang isst sie nichts mehr, bis sie abgemagert zusammen bricht. Der Bauer entsorgt sie und andere tote Hennen in einer Grube. Durch den Regen und einen Wildentenerpel, der sie vor einem hungrigen Wiesel warnt, wird sie geweckt und startet mit einem Schreck in ihr neues Leben.

Bald findet sie eine neues zu Hause und Freunde. Und kurz darauf wird ihr größter Wunsch wahr. Sie darf zum ersten Mal ein Ei ausbrüten. Die Freundin des Erpels, den sie Wanderer nennt und der ihr das Leben gerettet hat, stirbt und Liefi kümmert sich sofort um ihr Ei. Und als Küken Greenie zur Welt kommt ist sie die glücklichste Mama der Welt.

10 Jahre hat es gedauert bis aus dem Roman ein Film wurde. Es sollte endlich einen koreanischen Trickfilm geben bei dem alles passt. Und ich finde das ist geglückt. Die Geschichte ist total rührend. Liefi bricht aus um endlich ihren Traum zu leben ohne wirklich zu wissen wie das alles funktionieren soll. Und als sie dann beginnt das Ei auszubrüten und später den kleinen Erpel groß zu ziehen, wächst sie über sich hinaus. 

Sie zieht mit dem kleinen Küken in den Sumpf, wo er schwimmen und tauchen lernen kann. Für sie ist diese Gegend völlig ungeeignet, ständig hat sie nasse Federn und wird krank, aber ihren Sohn soll es an nichts fehlen. Auch als Greenie wütend auf sie ist weil sie so anders ist als er und sich andere Enten darüber lustig machen, bleibt sie stark. Sie liebt ihn wie ein eigenes Kind und er merkt auch das es keine Rolle spielt ob man unterschiedlich ist.

Ein sehr emotionaler und zu gleich auch lustiger Film für die ganze Familie. Auch die deutsche Synchro hat mir gefallen. Die koreanischen Sprecher haben aber einen Trumpf im Ärmel, denn der Wanderer wird im Original von Min-sik Choi gesprochen der unter anderem bei I saw the Devil spielte und den ich wirklich großartig finde.

Als Extras gibt es das Musikvideo zum Titelsong, Interviews mit den Original Sprechern, Making of Featurette, Synchronaufnahmen und den deutschen sowie den original Trailer. Außerdem noch eine Trailershow.

7,4 von 10 Fischgrätenkämme

1 Kommentar:

  1. Schön finde ich das der Film seine Zielgruppe sehr ernst ist und sie auch immer wieder fordert. Die traurigen Szenen werden nicht entschärft und die Action wird teilweise recht hart für eine solche Art von Film. Großartig auch wie die Action visuell umgesetzt wurde.

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