Samstag, 11. August 2012

Horrorschocker #26 (Weissblech Comics)

Horrorschocker #26 (Weissblech Comics)

Auch diesmal überliefert der Fährmann drei Geschichten des Horrors. Zuerst zeigt er uns wie ein schnöseliges Yuppiepärchen bei einer Zwangsversteigerung ein altes Hexenhäuschen als Feriendomizil ersteigert und dabei etwas mehr bekommt als sie sich gewünscht haben. Danach gibt er uns Kunde von den dunklen Geschichten einer Russischen Freakshow und ganz zum Schluss führt ein Navigationsgerät ein Paar auf einen abgelegenen Feldweg, wo sie steckenbleiben. Der Schrecken beginnt aber erst als sie die vermeintliche Sicherheit erreichen.

Den Anfang macht die Geschichte „Hexenhaus“ in der es um ein verfluchtes Hexenhaus geht. Ja beim rezensieren muss man manchmal auch das offensichtliche aussprechen. Wie alle Storys dieser Ausgabe ist auch diese von Levin Kurio geschrieben worden. Besonders die Eröffnungsseite hat echt geile Dialoge. Es ist zwar kurz davor albern zu wirken, da das Pärchen, besonders der Mann, teilweise etwas zu versnobbt geraten sind. Die Dialoge bleiben aber in der gesamte Geschichte gut und auch das Ende ist sehr gelungen wie ich finde. Zeichnungen und Farbgebung stammt von Kolja Schäfer (der auch das coole Cover entworfen hat). Mir gefallen die Zeichnungen aber etwas mehr als seine Farbe, aber auch diese passen gut zum Stil der Reihe und der Geschichte.

Weiter geht es mit „Das Herz des Anton Plutonev“ der Geschichte über eine russische Freakshow und dunkle Dinge die dort vorgehen. Das Setting der Story von Levin Kurio und The Lep ist eigentlich wirklich interessant, konnte mich dann aber doch inhaltlich nicht völlig überzeugen. Optisch macht diese Episode auch nicht ganz so viel her, auch wenn ein paar starke Momente vorhanden sind.

Abschließend bewegt sich der Horror „Abseits der Wege“. Hier bekommt ihr einen ziemlich guten Twist und einige absurde Momente. Leider fehlt dem Ende der kleine, feine Twist, der die Horrorschocker so gut macht. Kurio schafft es hier aber eine dichte Atmosphäre aufzubauen und ein paar echt gruselige Momente einzubauen.

Zum Schluss gibt es noch ein paar Leserbriefe, finde ich ja immer toll wenn Comics so was heutzutage noch beinhalten und vor allem bei einem Titel wie Horrorschocker passt es perfekt zum Oldschoolfeeling. Und dann ist diese Ausgabe leider schon zu Ende. Hat mal wieder Spaß gemacht. Tolle Horrorcomicunterhaltung der alten Stunde.

6,9 von 10 LSD-Ingos die frappierend an einen gewissen Mr. Moore erinnern.

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