Mittwoch, 6. Dezember 2017

Die drei Fragezeichen - 189 - und der unsichtbare Passagier (Europa)

Die drei Fragezeichen - 189 - und der unsichtbare Passagier (Europa)

Fall 1.8.9 beginnt mit einem glücklichen Unglücksfall in der Familie Andrews der die drei Detektive in die angenehme Lage versetzt gemeinsam eine Reise im berühmten Luxuszug dem „Coast Imperial“ zu unternehmen. Aber die Erholung versprechende Fahrt wird schnell zum Wettlauf gegen die Zeit als einer der Passagiere scheinbar spurlos verschwindet.

Der zuvor sehr angespannt wirkende Reisegast hinterlässt nur einen Handschuh mit seinem Namen Mr. Ray Witty. Aber wie kann es möglich sein in einem fahrenden Zug zu verschwinden ohne das die anderen Fahrgäste etwas bemerkt haben. Die Ermittlungen der drei Detektive bringen die unwahrscheinlichsten Theorien zum Vorschein, als sie aber einen Hinweis auf einen Millionenjahre alten Gliederfüßer finden ist zumindest das Motiv klar - Geldgier.
Vor dem nächsten Halt in Sacramento müssen die Jungen jetzt im Wettlauf gegen die Zeit den Entführten finden und seine Entführer enttarnen.

Die Kulisse eines fahrenden Tatorts in einem luxoriösen Zug weckt angenehme Erinnerungen an den „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie, wenngleich es hier natürlich keinen Mord aufzuklären, aber immerhin einer sonderbaren Entführung nachzugehen gilt. Der eingeschränkte räumliche Rahmen läd dabei zum Mitraten ein, bietet aber auch die ein oder andere absurde Situation. Bei der Durchsuchung der einzelnen Kabinen fallen dem ersten Detektiv beispielsweise seltsame Geräusche hinter einem der Abteile auf, was zur ersten unbeholfenen Sexanspielung in der Geschichte der drei Fragezeichen führt, die sogar nochmal im Abschlusslacher aufgegriffen wird. Darüberhinaus ist die Gestaltung des Zugs dem Geist eines sehr kreativen Autoren entsprungen, bietet dieser angeblich ein Kino und sogar einen ganzen Poolbereich was selbst nach heutigen technischen Möglichkeiten sehr unrealistisch ist und die Glaubwürdigkeit der ganzen Erzählung schmälert.
Sieht man von diesen Kritikpunkten ab ist „Der unsichtbare Passagier“ aber eine spannende Detektivgeschichte in ungewohntem Terrain und sorgt für etwas Abwechslung vom üblichen Ermittleralltag. 

7.5 von 10 wuseligen Würmchen

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