Dienstag, 13. Februar 2018

Teenage Mutant Ninja Turtles / Usagi Yojimbo – Namazu (Dantes Verlag)

Teenage Mutant Ninja Turtles / Usagi Yojimbo – Namazu (Dantes Verlag)

Der böse besessene Jei steht kurz davor das feudale Japan seines alternativen Universums zu zerstören. Ein riesiger Wels, steht kurz davor von ihm befreit zu werden. Selbst der Kampferprobte, katanaschwingende Hase Usagi sieht diesmal keine Chance sein tun zu unterbinden. Ein weiteres Mal scheint es nur eine Chance für seine Welt zu geben. So fängt er für Kakera-Sensei vier kleine Schildkröten, der durch eine Beschwörungsformel diese kleinen Tierchen in die Teenage Mutant Ninja Turtles verwandelt. Doch etwas ist anders als bei ihrem letzten Aufeinandertreffen. Dabei ist eigentlich keine Zeit für Streitereien, Jei wird mit der Zerstörung nicht warten.

Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist das letzte Aufeinandertreffen von Usagi und den Turtles schon 25 Jahre her. Kein Wunder also, dass er nicht die Turtles trifft, die er von früher kennt, sondern die aktuelle Inkarnation der Schildkröten, die zur Zeit bei IDW ihr Unwesen treiben.

Vom ersten bis zum letzten Panel dieser, auf 40 Seiten abgeschlossenen Kurzgeschichte kann Stan Sakai bestens unterhalten. Und erst beim Lesen fällt mir auf wie sehr ich diese Art von Crossover vermisst habe. Sakai beweist erneut wie konsistent gut seine Usagi Story sind und das schon seit mehreren Jahrzehnten. Zwar ist diese Story eher Alltag für Usagi und der Plot kann nicht wirklich verständlich machen, warum er hierfür Unterstützung aus einer anderen Dimension braucht, aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt an diesem ansonsten wirklich tollen Comic.

Sakai kann sehr gute Dialoge schreiben, die nie mehr Worte benutzen als benötigt werden. Dadurch kann ein sehr gutes Tempo gehalten werden und Langeweile hat keine Chance. Trotzdem werden die Charaktere und ihr Verhältnis miteinander geformt und aufgezeigt. Also kommt dabei auch der Inhalt nicht zu kurz.

Vor allem lebt Usagi aber vom Artwork, das bis Heute nur wenig modernisiert wurde und somit immer noch zu 100% das gleiche Feeling wie die Comics aus den Achtzigern aufkommen lässt. Dabei sind Sakais Zeichnungen verspielt, sehr lebendig immer etwas pulpig und strotzen immer vor Energie. Besonders die epischen Kampfszenen sind etwas ganz besonderes und sind immer spaßig. Auch Details wie Mimik und schnelle Bewegunsabläufe sind äußerst positiv. Zuletzt sind da noch die Farben Tom Luth, die zwar bunt und sanft anmuten, aber sich dennoch toll in die Zeichnungen einfügen ohne die Atmosphäre anzukratzen oder ihnen ihre Feinheiten zu nehmen.

Als Bonus enthält der Comic noch einige Pin-Up Zeichnungen und ein kurzes Interview mit Stan Sakai.

Sehr spaßiges Comiccrossover mit einer sehr kompakten Story und einem zeitlosen Artwork.


8,3 von 10 Weltuntergangswelse
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